Wildunfälle zur Zeitumstellung: die Pressechance im Oktober

Wenn Ende Oktober die Uhren zurückgestellt werden, fällt der Berufsverkehr plötzlich in die Dämmerung – genau dann, wenn Rehe und Wildschweine unterwegs sind. Die Wildunfallzahlen springen nach oben, jedes Jahr, vorhersagbar. Für Redaktionen ist das ein Pflichtthema. Die einzige Frage ist: Liefert Ihre Jägerschaft die Geschichte – oder der ADAC?

Workshop-Tipp

Im Oktober druckreif sein: Das Presse-Intensiv macht Ihren Vorstand vorher fit – Herbsttermine sind knapp. Termin sichern →

Warum dieses Thema (fast) immer gedruckt wird

Das Thema bedient gleich mehrere Nachrichtenfaktoren auf einmal: Tragweite (jeder Autofahrer ist betroffen), Nähe (die Unfälle passieren auf den Pendlerstrecken vor der Haustür), Aktualität (die Zeitumstellung hat ein festes Datum) und Service (konkrete Verhaltenstipps). Dazu kommt: Die Jägerschaft ist hier in der schönsten aller Rollen – als Helfer und Experte, nicht als Partei in einem Konflikt.

Ihre Botschaften: erklären, nicht belehren

  • Wann es gefährlich wird: Dämmerung morgens und abends, jetzt zur Pendlerzeit – besonders an Wald- und Feldrändern.
  • Was Autofahrer tun können: Fuß vom Gas an bekannten Wildwechseln, Fernlicht abblenden und hupen statt ausweichen, ein Tier kommt selten allein.
  • Was nach dem Unfall zu tun ist: Warnblinker, Unfallstelle sichern, Polizei rufen, das Tier nicht anfassen oder mitnehmen – und warum dann der Jagdpächter kommt.
  • Was die Jägerschaft leistet: Wildunfall-Bereitschaft rund um die Uhr, ehrenamtlich – das wissen die wenigsten Leser.

Der Zeitplan für Ihre KJV

Anfang September: Thema in den Vorstand, Zuständigkeit klären, lokale Zahlen sammeln (Wildunfälle im Kreis – Polizeistatistik oder eigene Erfassung; lokale Unfallschwerpunkte benennen!). Anfang Oktober: Pressemitteilung schreiben, Foto produzieren – etwa der Jäger mit Warnweste am Wildwechsel-Schild in der Dämmerung. Zwei Wochen vor der Zeitumstellung: Versand an den Verteiler, Interview-Bereitschaft anbieten. Danach: für Rückfragen und O-Töne erreichbar sein – Radiosender suchen genau jetzt einen Jäger fürs Kurzinterview.

Der Lokal-Hebel: Bundeszahlen hat jede Agenturmeldung. Was nur Sie liefern können: „Auf der Landstraße zwischen A-Dorf und B-Stadt hat es im letzten Jahr 14-mal gekracht." Lokale Zahlen plus benennbare Unfallschwerpunkte machen aus einer Agenturmeldung Ihre Geschichte.

Mehr daraus machen

Das Thema trägt mehr als eine Mitteilung: ein Vor-Ort-Termin mit der Redaktion am Unfallschwerpunkt, ein Kurzinterview im Lokalradio, drei Social-Media-Posts mit den Verhaltenstipps, ein Beitrag fürs Gemeindeblatt. Wer das Thema einmal sauber gespielt hat, wird im nächsten Jahr von der Redaktion angerufen – dann hat Ihre Pressearbeit ihr Ziel erreicht.

Im Oktober druckreif sein

Im Tagesworkshop „Presse-Intensiv" bereitet Ihre KJV genau solche Anlässe vor – am Ende des Tages steht die fertige Presseinformation. Die Termine vor der Herbstsaison sind erfahrungsgemäß zuerst vergeben.

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