Pressefotos aus dem Revier: was Redaktionen drucken – und was nie

Eine Pressemitteilung mit gutem Foto hat ein Vielfaches der Abdruckchance – Online-Redaktionen brauchen Bilder zwingend. Trotzdem scheitern viele Vereinsfotos an denselben drei Fehlern: aufgereihte Menschen, leere Gesichter, nichts passiert. Dabei sind die Regeln für ein druckbares Foto erstaunlich einfach.

Aufbau-Seminar

Vom Smartphone bis zur Spiegelreflex: das Pressefoto-Seminar mit Praxisteil im Gelände – ein eigener Seminartag. Zum Foto-Seminar →

Die Grundregeln

  • Menschen in Motion und Emotion: Tun statt stehen. Die Helferin, die das Kitz trägt, schlägt jede Gruppenaufstellung.
  • Keine lahmen Gruppenfotos: Wenn es eine Gruppe sein muss, dann in Aktion – beim Aufbau, im Gelände, nie an der Wand aufgereiht.
  • Urheber klären: Jedes Bild mit Urhebernennung („Foto: …") liefern – und nur Bilder, an denen Sie die Rechte haben.

Das sind drei von sechs Grundregeln – die übrigen, vom Vordergrund-Prinzip bis zur Frage, wen ein Foto zeigen sollte, gehören ins Pressefoto-Seminar mit Praxisteil im Gelände.

Bildaufbau: drei Regeln machen den Unterschied

Drittel-Regel, Leitlinien, Rahmen – mit drei Kompositionsregeln wird aus einem Schnappschuss ein Pressefoto. Wie Sie damit in der Praxis arbeiten, vom Smartphone bis zur Spiegelreflexkamera, zeigt das Pressefoto-Seminar mit Praxisteil im Gelände. Fürs Erste praktisch gedacht: Print braucht die größtmögliche Auflösung (notfalls per Cloud-Link), online zählen kleinere Dateigrößen – und liefern Sie immer eine Bildunterschrift mit: Wer ist zu sehen, was passiert, wann und wo?

Personen im Bild: Erkennbare Personen vorher fragen (bei Kindern die Eltern – schriftlich). Das gilt für die Zeitung wie für Social Media. Eine kurze Einverständnis-Vorlage in der Vereinsmappe erspart Diskussionen.

Die Erlegerfoto-Frage

Klare Empfehlung aus 25 Jahren Medienpraxis: Erlegerfotos gehören nicht in die Pressearbeit. Nicht, weil die Jagd etwas zu verbergen hätte – sondern weil ein Foto keine Fußnoten hat. Der Jäger sieht im Bild ein waidgerecht erlegtes Stück und ehrliches Handwerk; der Nichtjäger sieht ein totes Tier und einen Menschen, der dabei lächelt. Diese Lücke kann kein Begleittext schließen. Prominente Beispiele wie der Shitstorm um den Fußballprofi Martin Hinteregger nach einem Erlegerfoto-Post zeigen, wie schnell ein einzelnes Bild bundesweite Empörung auslöst – unabhängig davon, ob die Jagd rechtlich und ethisch einwandfrei war.

Die Faustregel für die Bildauswahl: Zeigen Sie den Prozess, nicht das Ergebnis. Hundearbeit, Ansitz im Morgennebel, Reviergänge, Kitzrettung, Wildbret in der Küche – die Jagd ist voller starker Bilder, die verbinden statt zu spalten. Was im Netz davon zusätzlich zu beachten ist, lesen Sie im Ratgeber Social Media und Waffenrecht.

Das Foto zur Mitteilung

Planen Sie das Bild gleich mit, wenn Sie die Pressemitteilung vorbereiten – nicht hinterher. Für saisonale Anlässe wie die Zeitumstellung lässt sich das Motiv (Warnweste, Wildwechselschild, Dämmerung) sogar Wochen vorher in Ruhe produzieren.

Fotoworkshop für Ihre Jägerschaft

Bildregeln, Bildrechte und Praxisübungen sind fester Bestandteil des Tagesworkshops „Presse-Intensiv" für Kreisjägervereinigungen.

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